Die Naturwissenschaften

 

Vor etwa 3,8 Milliarden Jahren bildeten sich die ersten einfachen Lebensformen auf unserer Erde. Im Laufe der Erdgeschichte entwickelte sich daraus eine unendlich scheinende Vielfalt an Lebewesen. Das Leben verändert sich fortwährend, Arten sterben aus, neue Arten entstehen und nichts bleibt so wie es einmal war.

Die in der Ausstellung vorgestellten Wissenschaftler und Persönlichkeiten haben mit ihren Entdeckungen und Erkenntnissen den Weg zu den verschiedenen Forschungsgebieten der Naturwissenschaften bereitet.

 

Weltweit wurden bisher etwa 1 370 000 Tierarten entdeckt

Wissenschaftler gehen davon aus, dass weltweit wesentlich mehr Arten existieren als wir kennen. Seit dem Beginn der Klassifizierung durch Carl von Linné (1758) hat man bis heute lediglich einen Bruchteil von etwa 10 Prozent der tatsächlich existierenden Arten entdeckt.

Weltweit wurden bisher über 340 000 Pflanzenarten entdeckt

Der größte Teil der noch nicht entdeckten Arten befindet sich in den tropischen Regenwäldern. Es ist zu befürchten, dass durch die flächendeckende Abholzung viele Arten aussterben, bevor sie überhaupt entdeckt werden.

Bau und Funktion

 

An den Skeletten der verschiedenen Wirbeltiergruppen lassen sich die Anpassungen an Nahrung und Lebensraum sehr gut vergleichen. So lassen sich Pflanzenfresser am Gebiss gut von Allesfressern oder reinen Fleischfressern unterscheiden.

Bau und Funktion bedingen sich: Ein Leben im Wasser fordert die „Fischgestalt“ als Körperform. Beine sind ideale Anpassungen an das
Landleben und Flügel ermöglichen das Fliegen.

Vogel – Flügel zum Fliegen

Bei Vögeln sind die Handknochen verlängert und relativ starr verwachsen. Sie bilden die Basis für eine stabile Tragfläche – ähnlich wie bei einem Flugzeug. Bei den meisten Vögeln enthält der Oberarmknochen Hohlräume, um Gewicht zu sparen.

Schaf – Beine zum Laufen

Wie die meisten Säugetiere läuft das Schaf auf vier Beinen – Die Vorder- und Hinterbeine sind sehr ähnlich gebaut. Dadurch sind Schafe in ihrer Fortbewegung sehr stabil und können trittsicher große Geschwindigkeiten erreichen.

Delfin – Flossen zum Schwimmen

Das gesamte Armskelett des Delfins ist kurz und flächig wie eine Paddelschaufel. Der Meeressäuger benutzt seine Arme wie ein Fisch seine Vorderflossen: Sie stabilisieren seine Bewegungen und erlauben ihm, sie zu steuern.

Mensch – Hände zum Greifen

Unsere Hände sind nicht an der Fortbewegung beteiligt, da wir aufrecht auf zwei Beinen laufen. Dafür eignen sich unsere langen Finger und der gegengreifende Daumen perfekt zum Greifen von Gegenständen und ermöglichen uns etwa, Werkzeug zu benutzen.

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Oberarm

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Speiche

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Elle

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Handwurzel- und Mittelhandknochen

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Fingerknochen

DNA – die Substanz der Evolution

 

Die Erbanlagen bestimmen die artspezifische Gestalt und die individuellen Merkmale eines Lebewesens. Die Erbsubstanz besteht aus Desoxyribonukleinsäure (DNA) und ist auf sog. Chromosomen im Zellkern sämtlicher Zellen eines Lebewesens gespeichert.

Sexuelle Neukombination und spontane Veränderungen (Mutationen) der Erbanlagen erzeugen eine ungeheure genetische Variabilität und sind damit unsichtbare Triebfedern der Evolution.